MooCall – Sensor informiert Landwirte über bald kalbende Kühe

Die moderne Technik hat längst auch Einzug in die Landwirtschaft gehalten, das beweist auch das neuste Gadget, initiiert durch den Mobilfunkriesen Vodafone. Der Betreiber sorgt für die Vernetzung eines speziellen Sensors, der sich am Schwanz der Kuh befindet. Der soll signalisieren, wann eine Geburt bevorsteht und so dem Bauer die regelmäßigen Kontrollen erleichtern.

„Internet of Things“ nennen die Experten Produkte, die die virtuelle Welt mit der realen Welt vernetzen und so das Leben einfach ein Stück weit praktikabler machen. Der neuste Coup ist der so genannte „MooCall-Sensor“. Der hängt am Schwanz der Kuh und gibt dem Bauern dank perfekter Vernetzung Bescheid, wann die Kuh bereit ist zu gebären. So erhält dieser schnell die gewünschte Information, spart sich viel Zeit und Unsicherheiten. Das macht die Geburt risikoärmer und das, wenn nötig, direkt auf der Kuhweide oder im warmen Stall.

Eine Geburt im Blick

Bislang galt das Leben auf einem Bauernhof als sehr bodenständig, einfach und voller Handarbeit. Die Felder müssen bestellt, das Vieh gepflegt und versorgt werden. Doch längst ist auch die moderne Technik angekommen, mitten in der Landwirtschaft, genauer im Kuhstall. Dort sollen künftig empfindliche Sensoren dabei helfen, den Geburtsvorgang rechtzeitig anzuzeigen und die nötigen Informationen direkt auf das bäuerliche Smartphone zu senden. Das ist entweder via SMS oder Mail möglich, auch eine eigene App steht zur Verfügung.

Damit das gelingt hat sich der Netzbetreiber Vodafone eingeklinkt und sorgt für die nötige Informationsweitergabe. Und die ist ganz schön umfangreich. In jeder Sekunde kann der kleine Sensor 600 Daten messen und auswerten. Erst wenn die Geburt kurz bevorsteht und sich die Wehen intensivieren, meldet das Gerät den Vorgang eigenständig, sendet einen „MooCall“. Reagiert der Bauer nicht sofort, bekommt er eine Stunde vor Beginn der Geburt einen Alarm, die letzte Möglichkeit schnell zu reagieren und der Kuh, wenn nötig, Geburtshilfe zu leisten.

Erfunden hat das Ganze Niall Austin und zwar bereits im Jahr 2010. Der ärgerte sich über den Verlust eines Kalbs, weil er nicht rechtzeitig zur Geburt da sein konnte und so auch nicht erkannte, dass es Komplikationen gab. Deshalb gründete er gemeinsam mit Emmet Savage und Michael Stanley MooCall und holte sich mit der GSM-Technologie von Vodafone einen starken Partner mit ins Boot.

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