Warum Bio gerade bei Landwirten boomt

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Mit einem Anteil von 13,5 % liegt die Bio-Landwirtschaft in Hessen ganz weit vorn und ein Ende ist noch nicht abzusehen, denn Bio liegt im Trend und das bei Verbrauchern und Landwirten gleichermaßen. Warum das gerade in Hessen so ist, dazu jetzt mehr.

In Hessen sind bereits 102 500 Hektar Landfläche ökologisch bewirtschaftet. Im deutschlandweiten Vergleich ist das nahezu doppelt so viel wie in allen anderen Bundesländern. Die Förderung für Bio-Landwirtschaft ist mit einem Budget in Höhe von 20 Millionen Euro dabei relativ großzügig berechnet. Doch das ist längst nicht der einzige Grund, warum immer mehr Agrarbetriebe ihr Angebot umstellen. So zeigt sich zum Beispiel, dass die Preise für Öko-Milch am Markt in konstanter Höhe bleiben, während die Tagespreise für normale Milch stetig schwanken und immer günstiger werden. Für Kuhbauern ein großes Problem, denn trotz gleichbleibender Qualität sinken die Erträge und bringen den Betrieb in eine wirtschaftliche Notlage. Auch andere Bio-Produkte bringen höhere Erträge. Ein guter Grund, um den Anbau und die Düngung zu überdenken.

Höhere Erträge sichern Gewinn der Betriebe

Das jedenfalls finden immer mehr Landwirte, die ihre Anträge beim Landwirtschaftsministerium einreichen. Von ehemals etwa 120 Anträgen pro Jahr sind es inzwischen schon weit über 300. Was es braucht ist nicht nur ein Plan für die Bezuschussung der interessierten Betriebe, sondern auch ein hohes Maß an fachlicher Beratung, denn die Öko-Landwirtschaft ist an feste Regeln gebunden, die unbedingt eingehalten werden müssen und die Betriebe durchlaufen außerdem regelmäßig strenge Kontrollen. Ein Aufwand, der sich aber zu lohnen scheint. Vielleicht erkennen das bald auch mehr Landwirte in den übrigen Bundesländern und der Bundesschnitt schafft es über die aktuelle 7,5 Prozent Hürde.

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