Von der Wirtschaft 4.0 spricht inzwischen jeder, aber gibt es auch die Landwirtschaft 4.0? Natürlich, denn die Digitalisierung umfasst alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche, warum sollte ausgerechnet der Agrarsektor davon nicht betroffen sein? Und so schlecht sieht es für die Landwirte gar nicht aus.
Insgesamt stehen die deutschen Landwirte der Digitalisierung scheinbar recht positiv gegenüber, immerhin sehen 60% von ihnen in diesem Wandel eine Chance, nur 13% eher das Risiko. Noch haben aber nur knapp über 50% digitale Technologie im Einsatz, auch die Anzahl der Verweigerer ist mit 16% eine sichtbare Gruppe. Alle Zahlen und Fakten sind in der folgenden Informationsgrafik der AGRAVIS Raiffeisen AG zu finden:
„Wie stark wächst der globale Markt für Präzisionslandwirtschaft? In welchen Bereichen werden digitale Anwendungen im Sinne von Landwirtschaft 4.0 bereits genutzt und welche Vorteile bringen sie? Sehen die Anwender mehr Chancen oder mehr Risiken der Digitalisierung? Welche Digitalisierungsprojekte finden unter der Überschrift AGRAVIS 4.0 statt?“ – Quelle: AGRAVIS Raiffeisen AG
US-Forscher haben erstmals eine spezielle Form der künstlichen Gebärmutter an Lämmern getestet und konnten diese darüber tatsächlich versorgen und aufpäppeln. Doch es gab auch Komplikationen…
Die Nabelschnur verbunden mit einer Maschine, welche regelmäßig Sauerstoff und lebenswichtige Nährstoffe zuführt. Der Leib eingepackt in einen Plastiksack, so werden Lämmchen neuerdings auf den Start ins Leben vorbereitet. Es klingt wie Science Fiction, was die amerikanischen Forscher dort auf den Namen Biobag tauften.
Den Beutel tauften die Forscher Biobag.
Für den Versuch entbanden sie die Lämmer nach 105 bis etwa 120 Tagen per Kaiserschnitt aus dem Leib ihrer Mütter. Dann schlossen sie sie sofort mit der Nabelschnur an die künstliche Versorgung an und legten sie in den flüssigkeitsgefüllten Beutel.
Der Beutel selbst stellte die Gebärmutter dar mit einer fötalen Lösung, die regelmäßig ausgetauscht wurde. Das Blut der Lämmer ging dann über die Nabelschnur zur künstlichen Plazenta, die die Versorgung übernahm. Die funktionierte nicht mit einer Pumpe, sondern durch ein spezielles patentiertes System, welches die Entwickler „extrakorporales Lebenserhaltungssystem“ tauften. Durch den geringen Druck liefen die Lämmer so nicht Gefahr, dass ihr Herz dem sonst üblichen Pumpdruck nicht standhält.
Knapp 4 Wochen verblieben die Lämmer in den Beuteln, in denen sie heranwuchsen, Fell entwickeln und sogar ein Schlaf-und Wach-Rhythmus erkennbar war. Trotzdem gab es einige Hürden bei der Aufzucht, schwere Schäden an Herz oder Gehirn der Tiere stellten sich aber nicht ein. Die Forscher hinter dem umstrittenen Projekt verbuchen es dennoch als Erfolg, ob der Tierhaltung damit wirklich geholfen wird – nicht wenige zweifeln. Für die Rettung von Frühgeburten dürfte ein Landwirt für die Entwicklung dankbar sein, der Gedanke das dieser Vorgang Standard für die Aufzucht von Lämmer werden könnte, dürfte allerdings erschreckend sein.
Was einem findigen Landwirt da eingefallen ist, das ist tatsächlich ganz auf seinem Mist gewachsen und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Er entsorgt den Dung seiner Milchkühe nicht einfach, er macht daraus stattdessen Teller und Schalen. Doch wer will davon essen?
Neulich war auf dem Printzipia-Blog folgendes zu lesen: Den Mailänder Design Preis im Jahr 2016 gewann ausgerechnet ein Landwirt und das für eine einzigartige Recycling-Idee. Aus dem Mist seiner rund 3.500 Kühe töpfert Gianantonio Locatelli nämlich kurzerhand Geschirr und stellt das sogar im Museum aus.
Die Idee dazu kam ihm beim Heizen. Er befüllt seine Biogasanlage nämlich normalerweise mit Kuhdung. Das überflüssige Wasser aus der Anlage nutzt er zum Heizen, doch mit den Resten des Dung wusste er bislang nichts anzufangen. Bis er sie mit Lehm und einigen Geheimzutaten mischte und daraus Merdacotta herstellte. Das ist ein Wortspiel und setzt sich zusammen aus Terrakotta-Keramik und den Ergebnissen des Kuhdarms.
Die Herstellung des sehr speziellen Geschirrs gehört dabei nicht unbedingt zum neuen Produktionszweig des Hofes, der Landwirt wollte vielmehr durch sein künstlerisches Wirken zeigen, dass auch Abfall noch einen Wert hat. Mit dieser Idee ist er nicht allein, denn das Museo della merda im italienischen Castelbosco stellt neben dem Geschirr des 61jährigen auch zahlreiche andere Kunstwerke aus, die aus Dung oder anderen Abfallstoffen erschaffen wurden.
Den Käse vom Dungteller genießen?
Neben Tellern, Tassen und Schalen lässt sich natürlich noch viel mehr töpfern. Ziegel zum Beispiel oder auch Pflanzgefäße für Garten und Balkon. Der Vorteil ist, dass die Herstellung keine Ressourcen benötigt bis auf die eigene Zeit. Fraglich bleibt allerdings, ob wirklich schon jemand von den Dung-Tellern gegessen hat. Fest steht, die Idee ist preisverdächtig und hat dem Mailänder deshalb den Design-Preis beschert. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Ideen Locatelli da schon wieder im Kopf schwirren. Sie haben in jedem Fall etwas mit Nachhaltigkeit zu tun, denn der Umweltschutz liegt dem Landwirt besonders am Herzen. So verwendet er nicht nur den Dung der Kühe zur Energiegewinnung, er nimmt natürlich auch die Milch und stellt daraus den beliebten Grana Padano-Käse her. Eine Delikatesse nicht nur für Italiener. Ob der Käse den Weg auch auf den Dung-Teller findet, das bleibt abzuwarten.
Landwirte, die von diversen staatlichen und supra-staatlichen Maßnahmen gebeutelt sind, müssen sich Gedanken machen, wie die eigene Wertschöpfung wieder in beeinflussbare Bahnen gelenkt werden kann. Ein Weg dazu ist im Kontext der regionalen Selbstvermarktung die Eröffnung einer Milchbar.
In den USA der 30er Jahre wurden vor allem aufgrund der Prohibition die ersten Milchbars eröffnet. Landwirte, die auf den Verfall der Milchpreise adäquat reagieren, könnten sich heute dieses Konzepts wieder annehmen um wieder in die Wertschöpfung aus eigener Kraft zu kommen. Frische Milch steht für gesunde, proteinreiche, natürliche Ernährung. In Verbindung mit frischen Früchten und Kräutern lassen sich mit etwas Kreativität viele gesunden, individuell gebrandete Eigenmarken generieren, konstatiert Emil Hofmann, Experte für Positionierung und Markenbildung. Hier sind Ideen und Experimentierfreude gefragt. So könnte die Petersilienmilch ebenso entstehen wie der Erdbeer-Kirsch-Smoothie. Solche Gastro-Konzepte seien aber nur aufgrund des Namens nicht ausschließlich auf Milchprodukte verpflichtet, so Hofmann weiter. „Auch wenn die Milchbar freilich das tragende Element Milch in den eigenen Produkten verarbeiten und zum zentralen Vermarktungs-Aspekt machen sollte“, so stehe vor allem die frische, biologisch-natürliche Ernährung konzeptionell im Vordergrund. Genauso könnten daher die naturbelassenen Kartoffelchips, der Kürbiskuchen oder ein Pfirsich-Protein-Quark für Sportler die Angebotspalette zieren.
Individualität und Liebe zum Detail zählen – Warum nicht mal das Essen auf einer Palette servieren?
Neben den Speisen kommt dem individuellen Ambiente eine entscheidende Bedeutung zu. Auch hier muss eine Milchbar – wie jede andere gastronomische Einrichtung – punkten und die Köpfe der Gäste mit einer gehörigen Portion Individualität Einzug nehmen. Angefangen beim individuellen „Teller“ – siehe hier das Beispiel einer italienischen Bar, die Speisen auf einer Palette präsentiert. Über individuelles Besteck, Gläser und natürlich das ausgesuchte Interieur. Andreas Marr ist Inhaber des Gastronomiemöbel-Handels Objekt-m und betont hier: „Der Erfolgsfaktor Marke ist in Zeiten wachsender Konkurrenz und hybrider, also stark wechselwilliger Kunden ein entscheidender Erfolgsbaustein. Daher bietet Marr für Gastronomie-Gründungen günstige Konditionen, wenn es um die Inszenierung kleinerer gastronomischer Einrichtungen geht. Darüber hinaus weiß Marr um die Notwendigkeit von Individualität und hat daher einen eigenen Schreinerei-Betrieb am Standort. „Wer seine Möbel anpassen lassen möchte, der ist bei Objekt-m an der richtigen Adresse.“ Gastronomiemöbel seien in erster Linie ein Statement und daher ein zentraler Markenaspekt, wenn es darum geht das eigene Haus im wachsenden Wettbewerb einzigartig und memorierbar zu machen. Für Interessierte geht’s hier zu Objekt-m und den auf Wunsch individuell anpassungsfähigen Gastronomiemöbeln: Link zum Anbieter.
Achtung Landwirte, die Zeit eigene Wege zu gehen ist genau jetzt. Wenn die Preisspirale zu den eigenen Ungunsten ausschlägt muss man sich auf die Hinterfüße stellen und die Dinge in die Hand nehmen. Es gibt viele Ideen der individuellen Regionalvermarktung. Die Milchbar ist eine davon!
In der Landwirtschaft hat das digitale Zeitalter längst Einzug gehalten. Drohnen sollen künftig die Felder überwachen und dem Bauer melden, wenn die Pflanzen Dünger oder Wasser brauchen. Auch die Pflanzzeiten und Standorte sollen so optimiert werden, und damit dürften die Möglichkeiten der Technik noch nicht ausgeschöpft sein.
Das Start-up Gamaya hat ein ganz besonderes Ziel: Die Firma entwickelt Drohnen mit deren Hilfe es Landwirte künftig einfacher haben sollen. Die fliegenden Helfer dienen nämlich dazu, die Felder zu kontrollieren und Daten darüber zu sammeln, wie es den Pflanzen aktuell geht. So können schnell Schwachstellen wie Nahrungsmangel oder zu enge Standorte erkannt werden, und der Landwirt kann gezielt entgegen wirken. Das maximiert die Ernte und macht die Arbeit auf dem Land einfacher. Speziell große Höfe oder solche mit weit verzweigten Feldern und Wiesen sollen von der neuen Technik profitieren.
Und mit der Drohnenüberwachung hört die Arbeit der gesteuerten Helfer noch lange nicht auf. Sie sollen nämlich künftig ihre Daten an Roboter senden, die dann die Arbeit auf dem Feld erledigen. Sie sollen das Gießen, Düngen und Anpflanzen übernehmen.
Digitalisierung macht Anbau nachhaltiger
Was klingt wie eine ferne Zukunftsversion ist schon jetzt an manchen Orten Realität. In Frankreich kreisen erstmals Drohnen über Stroh- und Rapsfelder. Diese sind mit multispektralen Kameras ausgerüstet und können so messen, wie die optimale Dosis des Stickstoffs ausschaut. Das erlaubt es Landwirten, entsprechend nachzurüsten und zwar ganz gezielt und möglichst minimal, um die gesetzlich festgelegten Dosen nicht zu überschreiten. Noch sind die Drohnen mit der dazugehörigen App Leihgaben der Firma Airnov.
Die Drohnen von Gamaya können sogar noch mehr. Sie messen nicht nur den Stickstoffgehalt, sondern auch den Wasserbedarf, die Bodenbeschaffenheit- und Zusammensetzung und noch vieles mehr. Dazu sind hyperspektrale Sensoren mit an Bord, eine Messtechnik, die dem eines Röntgengeräts ähnelt. Das Ziel dieser Entwicklungen ist es, die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten, den Fortschritt einkehren zu lassen und damit Ernteausfälle zu minimieren.
Die Digitalisierung erfasst auch die Landwirtschaft, Stichwort „Smart Farming“. Die Optimierung von Futtermittel hat sich jetzt das sächsische Start Up fodjan auf die Fahnen geschrieben.
10 Milliarden Euro Futterkosten entstehen im Jahr für Nutztiere alleine in Deutschland. Da muss doch reichlich Optimierungsbedarf vorhanden sein, dachten sich der Dresdner Carsten Gieseler und gründete 2014 das Start Up fodjan GmbH und begann mit der Entwicklung einer Softwarelösung, die zum einen die Futterkosten senkt, zum anderen aber auch das Tierwohl beachtet. Inzwischen ist er mit der Software-as-a-Service-Lösung „fodjan smart feeding“ auf dem Markt.
Die webbasierte Lösung „fodjan smart feeding“ verspricht den optimierten Einsatz selbstangebauter Futtermittel sowie den entsprechenden Futterzukauf. So will man gleichzeitig die Futterkosten der Betriebe merklich senken. Die Software zur Futtermittelrezepturplanung basiert auf einem Algorithmus, der eine entsprechende „Mehrzieloptimierung“ ermöglicht. Alle für die Fütterung relevanten Faktoren, sprich auch die Kosten, fließen in den Entscheidungsprozess ein und können gegeneinander abgewogen werden.
Anfang dieses Jahres erhielt das Dresdner Start Up fodjan erhält eine Finanzierung im sechsstelligen Bereich vom High-Tech Gründerfonds. Nach eigener Aussage will das Unternehmen mit der Förderung beim Vertrieb ihrer Software noch einmal zu legen. Gerade in Zeiten der digitalen Transformation dürfte sich für fodjan einiges an Möglichkeiten auftun, merken doch auch viele Landwirte, dass sie ohne die Digitalisierung immer mehr hintenan stehen müssen und mit der Konkurrenz nicht mehr mithalten können. Gerade hier könnte „fodjan smart feeding“ wertvoll werden, da es mit seiner Futtermitteloptimierung ja nicht nur eine Kostenersparnis verspricht, sondern auch eine Leistungssteigerung des Nutztierbestandes.
Auf einen Blick: Das Programm fodjan smart feeding entwickelte der Agrarwirt Carsten Gieseler mit seinem Team in der Gründerschmiede der HTW Dresden. Als erfahrener Business Angel steht dem jungen Unternehmen Frank Siegmund zur Seite, der als Experte und Coach Gründer berät. Nach dreijähriger Entwicklungsphase und mehreren erfolgreich abgeschlossenen Pilotprojekten kam fodjan im letzten Jahr als Software-as-a-Service (SaaS) auf den Markt. Im Milliardensegment Nutztierfutter verbindet fodjan erstmals erhöhte Tiergesundheit mit Kostenreduktion und konnte in Praxis-Tests eine durchschnittliche Kosteneinsparung von mehr als zehn Prozent erreichen.
Eine gewissermaßen urbane Farm gibt es in Rotterdam in den Niederlanden. “Uit Je Eigen Stad” gilt als der größte innerstädtische Bauernhof Europas. Übersetzt heißt der Markenname und Betrieb “Aus der eigenen Stadt” und gibt damit implizit zu verstehen, worum es bei dem Konzept geht. Auf rund zwei Hektar wird in dem innovativen Hof-Projekt Gemüse im Freiland bzw. unter Glas angebaut.
Darüber hinaus werden Hühner gehalten. Es gibt ein eigenes Restaurant mit biologischer Speisekarte, dazu ein Lebensmittel-Geschäft und eine Aquaponik-Anlage. Wer das nicht kennt, das ist eine Fischzucht in Aquakultur und zur Kultivierung von Nutzpflanzen in Hydrokultur verbindet. Konkret ist das ein geschlossener Wasser- und Nährstoff-Kreislauf, der mit voll automatisierten Abläufen bewirtschaftet wird. Natürlich darf ein regelmäßiger Wochenmarkt auf dem Gelände von Uit Je Eigen Stad nicht fehlen. Landwirt Huibert de Leede beschreibt das zukunftsträchtige Projekt:
Was macht man am sinnvollsten mit einem großen Spaßbad mitten in Rotterdam, wenn man es weder weiterbetreiben kann, noch abreißen will? 2010 stellte sich diese Frage für das Tropicana ganz konkret, denn damals musste das Spaßbad in der niederländischen Hafenstadt endgültig die Pforten schließen. Das heißt, das ehemalige Tropicana war nur für die einen ein geschlossenes Spaßbad, zwei clevere Holländer dachten sich hingegen: Daraus könnte man doch ein Gewächshaus machen.
Und zwar ein ganz besonderes Gewächshaus, das vielleicht auch ein bisschen den ironischen Humor von Siemen Cox und Mark Slegers zeigen könnte. Denn welcher Gefahr ist man im Schwimmbad mitunter ausgesetzt? Richtig, der Fußpilz lauert hier und da. Das Tropicana heißt jetzt RotterZwarm und hat sich ganz der Züchtung von Pilzen verschrieben. Die ehemaligen Schwimmbecken fallen aus, da es dort zu hell ist. Aber die beiden Macher haben sich in die Umkleidekabinen und Technikräume zurückgezogen. Als Substrat für ihre Pilzzüchtungen dient den beiden Spaßbad-Pioniere übrigens den Kaffeesatz, den sie in den Rotterdamer Cafés einsammeln.
Ein Pferde-Äpfel-Business haben wir als innovative Geschäftsidee auf der Website des Gründerlexikon gefunden. Statt den eigenen, zu Hauf anfallenden original Pferdemist als Entsorgungs-Problem zu sehen, könnte man damit Dritten einen Gefallen tun und darüber hinaus noch was dazu verdienen.
Auf den Seiten des Gründerlexikon wird das Märchen vom Rumpelstilzchen bemüht, um die Geschäftsidee „Mist zu Geld zu machen“ bildlich zu erläutern. Und tatsächlich geht die postulierte Idee genau in diese Richtung: warum nicht den anderweitig als wertvollen Dünger interpretierten Pferde-Kot verkaufen? Damit schlüge man zwei Fliegen mit einer Klappe. Es sind nicht nur Kleingärtner, Weinbauern und ambitionierte Hobbygärtner, die sich ansonsten anderweitig versorgen mit Düngemitteln. Auch wenn es etwas seltsam anmutet Tüten zu bilden aus Einzelportionen Pferde-Kot – es scheint sich hier definitiv um ein Win-Win-Verhältnis zu handeln. Aber wir wollen nicht zu weit ausholen, wenn die Vision schon so schön beschrieben ist.
Wie Sie also Ihren Pferdemist nicht mehr entsorgen müssen, sondern statt dessen den Dung zu Kohle machen können zeigt das Gründerlexikon.
Die österreichische Jungbauernschaft hat eine Broschüre herausgebracht, in der sie kreative und innovative Ideen rund um die Landwirtschaft vorstellt. Sie steht kostenlos zum Download zur Verfügung.
in der Broschüre „Innovative Ideen für die Landwirtschaft“ werden unteranderem verschiedene Vermarktungskonzepten wie Genossenschaften, Food Coops bis hin zu Finanzierungswegen über Crowd Funding vorgestellt. Zu den einzelnen Konzepten gibt es jeweils Beispiel aus der Praxis und auch die Kontaktinformationen zu den Betrieben, die die jeweiligen Modelle erfolgreich umgesetzt haben.
Da wäre etwa der Biohof Adamah, der mit der Zustellung von Bio-Kisten in Österreich bereits seit einiger Zeit erfolgreich ist. Ekkehard Lughofer, von Adamah, kann eine wachsende Nachfrage nach regionalen Bio-Produkten bestätigen und den Landwirten nur raten, die Vermarktung ihrer Produkte selbst in die Hand zu nehmen, statt an Zwischenhändler oder dem Handel zu verkaufen.
Wichtig für den Erfolg sind natürlich auch die Themen Internet im Allgemeinen und soziale Medien im Besonderen. Mit etwas Unterstützung oder der Zeit sich selbst einzuarbeiten ist ein Webshop heute etwa keine Kunst mehr. Eine Facebookseite zu betreiben erst recht nicht mehr. Schließlich sei auch die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte längst im Jahr 2017 angekommen, so Jungbauern-Obmann Kast. Recht hat er.
Die Broschüre „Innovative Vermarktungsformen für die Landwirtschaft“ können interessierte Landwirte über das Büro der Österreichischen Jungbauernschaft per E-Mail unter office@jungbauern.at oder telefonisch unter 01/505 81 73 13 bestellt werden. Oder man lädt die Broschüre hier herunter.