Trockenheitsresistente Nutzpflanzen gefordert

Angesichts der wiederkehrenden Dürreperioden und der damit einhergehenden Ernteknappheit fordern Bauern schon seit Jahren die Zulassung sogenannter Evolutionsramschen, also genetisch vielfach gekreuzter Nutzpflanzen. Doch noch fehlen entsprechende EU-Verordnungen.

Neben Stürmen und Regenwetterperioden werden die Sommer immer trockener. Das hat zur Folge, dass die Bauern immer weniger Ernte einfahren können, weil die Nutzpflanzen durch die Wasserknappheit weniger Ertrag abwerfen. Viele verdörren einfach komplett und damit gehen ganze Felder zugrunde. Neben den hohen finanziellen Ausfällen für die Landwirte gibt es natürlich auch Folgen für die Bevölkerung, die Gemüse und Getreide ja zur Ernährung brauchen. Schon seit Jahren gibt es deshalb Versuche, unterschiedliche Nutzpflanzen zu kreuzen, um sie genetisch so zu verändern, dass sie resistenter gegenüber Dürre und Schädlingen werden. Das würde die Erträge steigern und einem Nahrungsmangel für Mensch und Tier entgegensteuern. Das Problem dabei ist, dass derart gekreuzte Pflanzen von der EU nicht zugelassen sind. Deshalb fordern Landwirte schon lange eine Änderung des Gesetzes.

Ein Umdenken muss stattfinden

Evolutionsramsche nennen Bauern Pflanzen, die gentechnisch verändert sind. Ein anderes Wort dafür ist „Population“. Dabei kreuzen Landwirte hiesige Sorten wie Hafer und Weizen mit ähnlichen Sorten aus anderen Ländern, in denen lange Dürreperioden normal sind. Die Pflanzen lernen dadurch, widerstandsfähiger zu werden und der Dürre zu trotzen. Vielliniensorten sind gefragt unter Landwirten, sie dürfen aber offiziell nicht angebaut werden. Das verbietet der Europäische Gerichtshof. Ein fatales Urteil, denn dadurch schrumpfen die Erträge weiter und eine andere Lösung gibt es nicht. Deshalb laufen die Landwirte Sturm gegen dieses Verbot. Die Pflanzen seien schließlich genauso nützlich und nahrhaft, sie können nur einfach besser mit den wandelnden Klimabedingungen fertig werden. Und das sei wichtig, um künftige Generationen ernähren zu können. Schließlich sehen Klimaforscher auch für die Zukunft immer mehr trockene Sommer und immer weniger Regen voraus.

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Drohnen sind nützliche Helfer in der Landwirtschaft

Heute benutzen Landwirte für ihre Arbeit auf dem Feld nicht nur Traktoren und Mähdrescher, es kommen auch modernste Drohnen zum Einsatz. Und sie haben vielerlei Nutzen. Sie können nicht nur Rehkitze orten, sie können sogar Düngemittel abwerfen und den Pflanzenbestand kontrollieren. Gründe, warum die Nachfrage nach diesen neuen Superhelfern stetig steigt.

Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom im Auftrag des Bauernverbands nutzte im Jahr 2018 bereits jeder zehnte Bauer für seine Arbeit auf dem Feld Drohnen. Heute dürfte sich diese Zahl noch einmal deutlich nach oben korrigiert haben. Und das hat viele Gründe, denn Drohnen sind nicht nur dafür da, schöne Panoramabilder zu knipsen und Filme zu drehen. Sie können Bildanalysen durchführen, Tiere oder Menschen orten und sie können sogar Düngen und Insektenhelfer aussetzen, um auf natürliche Art und Weise den Schädlingen zu Leibe zu rücken. Deshalb ist es kein Wunder, dass Landwirte sich heute gezielt mit Hochleistungsdrohnen ausstatten, denn dadurch erleichtern sie sich ihre tägliche Arbeit auf den Feldern enorm. Wer morgens einmal seine Felder abfliegt, der benötigt für den Check der Pflanzen nur wenige Minuten, statt einer bis zwei Stunden mit dem Traktor.

Ein Einsatz, der Früchte trägt

Sind Pflanzen im Stress, weil ihnen Wasser oder Düngemittel fehlen, so erkennt das die Drohne und meldet den Bedarf an den Landwirt weiter. Der kann dann entweder gießen oder Düngemittel verteilen. Letzteres funktioniert ebenfalls über eine Drohne. Sie schafft den Transport von bis zu 16 Litern Düngemitteln in nur einem Flug. Außerdem kann sie das Mittel durch ihre hohe Lage viel besser und schneller verteilen, als dies vom Boden aus möglich wäre. Ob es was genützt hat, das erfährt der Bauer dann ebenfalls von den aktuellen Drohnenbildern der kommenden Tage. Das Aufspüren von Rehkitzen ist ebenfalls eine wichtige Aufgabe. Jahr für Jahr sterben viele von ihnen, weil sie im dichten Gras versteckt hocken aus Angst vor den Traktoren. Wer sie vorher dank Drohne entdeckt, rettet wertvolle Leben. Und das sind nur einige der vielen Aufgaben, die dem Landwirt seine Arbeit einfacher machen.

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Disteln als Basis für ein natürliches Pestizid

Giftige Pestizide könnten schon bald verschwinden und durch ein natürliches Pflanzenschutzmittel ersetzt werden. Ein italienisches Unternehmen hat ein biologisches Herbizid aus Disteln hergestellt und könnte damit den Markt neu gestalten.

Um Unkraut zu bekämpfen, setzen viele Landwirte noch immer auf giftige Pestizide. Diese könnten schon bald vom Markt verschwinden. Denn in Italien ist es gelungen, ein biologisches Herbizid herzustellen, das sich hochwirksam zeigt.

Umweltfreundliches Pflanzenschutzmittel durch Zufall entstanden

Immer wieder geraten giftige Pestizide in die Schlagzeilen. Sie finden noch immer bei vielen Landwirten Verwendung. Ein italienisches Unternehmen hat eher zufällig ein biologisches Herbizid entwickelt, das die giftigen Pestizide wie Glyphosat schon bald verbannen könnte. Es besteht zum größten Teil aus Disteln und hat sich bereits als hochwirksam erwiesen.

Die Chemikerin Catia Bastioni arbeitet mit dem Unternehmen Novamont an der Herstellung von Biokunststoffen und Biochemikalien. Bei der Produktion von Distelöl entsteht ein Nebenprodukt, das sich als überaus wirksam in der Unkrautvernichtung erwiesen hat. Dabei handelt es sich um Pelargonsäure, die in weiteren Verarbeitungsschritten zu einem biologischen Pestizid gemacht wird. Das Team um Catia Bastioni sieht in diesem biologischen Pflanzenschutzmittel enormes Potenzial. Das Unternehmen baut inzwischen auf 1.000 Hektar Land ausschließlich Disteln an, um ihr Herbizid zu produzieren. Dabei profitiert das Unternehmen von der Anspruchslosigkeit dieser überaus robusten, mehrjährigen Pflanze.

Das biologische Pestizid soll systemisch wirken, was überaus vorteilhaft ist. Denn es trocknet ausschließlich die Unkrautblätter aus, ohne dabei in die Pflanze einzudringen. Hinzu kommt die Tatsache, dass es keinerlei Rückstände im Boden hinterlässt und vollständig biologisch abgebaut werden kann.

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Moro für die Landwirtschaft

Moro ist ein Robotiksystem aus Software und Hardware, das dabei helfen soll die Arbeit in der Landwirtschaft zu optimieren, indem Roboter die Aufgaben der Menschen übernehmen. Langfristig soll sich das nicht nur für Großbetriebe, sondern auch für Familienunternehmen lohnen.

Die Abkürzung Moro stammt vom englischen Begriff Modular Robotics. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, modulare autonom arbeitende mobile Roboter (kurz AMRs) auf den Markt zu bringen. Ihre Aufgaben sind vielfältig. Sie sollen Rasen mähen, ernten, aussäen und noch viele Aufgaben mehr übernehmen. Die Technologie wurde speziell für den Einsatz in der Landwirtschaft entwickelt. Gerade hier herrscht oft Fachkräftemangel. Die Arbeit ist hart und immer noch sind es überwiegend die Landwirte und ihre Hilfsarbeiter selbst, die sich um fast alles alleine kümmern müssen. Lange Hitzeperioden und nährstoffarme Böden erschweren ihre Arbeit. Zwar gibt es in einigen Bereichen wie der Molkerei der Kühe und beim Eiersortieren der Hühner mittlerweile automatische Lösungen mittels Computertechnik, allerdings ist die reine Feldarbeit immer noch überwiegend Handarbeit.

Wo Handarbeit nicht mehr ausreicht

Das soll sich dank Moro nun endlich ändern. Das Resultat sollen bessere Erträge, geringe Ausgaben für Personal und kürzere Arbeitseinsätze sein. Grundsätzlich können die Roboter, mit neuester Software ausgestattet, lernen können, gewisse Aufgaben selbst zu übernehmen. Sie mähen dann nicht nur den Rasen auf die optimale Länge, sie sollen auch beim Säen und Ernten eingesetzt werden können. Und das besser als der Mensch. Sie können Bodenproben analysieren und dementsprechend den Nährstoffbedarf ermitteln, wissen wie viel Wasser die Pflanzen brauchen und wann die beste Erntezeit ist. Dabei analysieren die Roboter stets Daten, die sie bei ihrer Arbeit sammeln und werten sie aus. Noch sind die Roboter nicht im Einsatz, doch der ist für zukünftige Aufgaben bereits fest eingeplant. Es wird sich zeigen, wer hier zugreift und die Arbeit tatsächlich einem Roboter übergibt oder doch selbst tätig wird.

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Phytoprove Pflanzenanalytik sorgt für gesunde Pflanzenvielfalt

Die sogenannte phytoprove Pflanzenanalytik sorgt dafür, das Stress bei den Pflanzen bald keine Rolle mehr spielt. Dadurch wachsen Bäume und Gemüse besser, schneller und gesünder. Das sorgt für eine bunte Vielfalt und gute Böden.

Um gesund und kräftig heranzuwachsen brauchen Pflanzen gute Nährstoffe in Form von Wasser und Böden, außerdem ausreichend Licht und keine extreme Kälte. Um all das zu gewährleisten kommen vor allem Landwirte schnell an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Durch Versalzung der Böden zum Beispiel oder Dürre sterben Jahr für Jahr viele Nutzpflanzen einfach ab. Eine Katastrophe für die Ernte und auch für das Klima. Eine neue Technik soll jetzt helfen und das sowohl auf dem Feld, wie auch im eigenen Garten. Das System hört auf den Namen phytoprove Pflanzenanalytik und stammt vom Start-Up Phytoprove. Was es macht ist, es misst ständig den Bedarf von Pflanzen. Die Ergebnisse wertet das System selbst aus und bestimmt anhand der gesammelten Daten wann es Zeit ist, zu gießen und zu düngen. Das verhindert nicht nur die Verschwendung wertvoller Ressourcen in der Landwirtschaft, es hilft auch die Pflanzen einfach besser zu versorgen und Engpässen vorzubeugen.

Pflanzen schützen auf moderne Art und Weise

Dadurch erleiden die Pflanzen keinen Stress, weil ihnen etwas fehlt oder sie zu viel Wasser, Sonne oder Dünger haben. Sie wachsen gesund und erhalten somit die Diversität aufrecht. Es gibt die Messeinheiten nicht nur für kleine Pflanzen, auch Bäume können spezielle Sensoren erhalten und so melden, wenn sie etwas brauchen. Alle Daten werden in einer Cloud gesammelt und an die passende App auf dem Smartphone übertragen. Neben privaten Personen und Landwirten gilt auch die Stadt als potenzieller Abnehmer dieser Systeme. Sie können helfen, die öffentlichen Grünanlagen besser und mit weniger Aufwand für die Beschäftigten zu pflegen. Die Technik selbst wird von der Firma Hansatech zur Verfügung gestellt, die Entwickler selbst spenden das Know-how dazu. Das System im Zuge des biomedizinischen Forschungsprojekts hat sogar schon einen Preis gewonnen und zwar den Leibniz-Gründungspreis des Jahres 2020. Weiter so!

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Siloplane zum Verfüttern beim Patentamt angemeldet

Auch in der Landwirtschaft geht es nicht immer ohne Plastik, vor allem wenn es um das Trockenhalten von Stroh und Heu geht. Eine neue Plane soll nicht nur helfen, den Regen vom Futter fernzuhalten, sie ist sogar Futter und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Mit seiner Idee will Christian Klinger die Landwirtschaft revolutionieren. Er hat eine spezielle Abdeckfolie entwickelt, die sich nach Gebrauch einfach kompostieren und verfüttern lässt. Das schließt den Kreislauf des Nutzens und bringt keinen schädlichen Plastikmüll hervor. Gedacht ist, dass die neuartige Siloplane sich ein halbes bis ein Jahr gebrauchen lässt und den Regen zuverlässig fern hält, danach dann den Kühen oder Schweinen als Futter gegeben wird. Und sie sollen es mögen, da ist sich Klinger sicher. Verwendet werden deshalb zur Herstellung nur natürliche Zutaten, die dem Tier nicht schaden. Das gesamte Konzept hat den Chemiker lange bewegt. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass er jetzt erst einmal seine Idee beim Patentamt angemeldet hat. Darum möchte er auch nicht verraten, was sich eigentlich in der Folie befindet. Schließlich muss sie flexibel aber stabil sein und trotzdem schmecken. Eine große Herausforderung für das Material.

Bald schon überall im Handel erhältlich?

Das hat auch die Industrie- und Handelskammer in Mühldorf und Altötting überzeugt. Der begeisterte Entwickler konnte beim regionalen Wettbewerb „ideenReich 2020“ mit seiner Siloplane immerhin den dritten Platz erreichen. Und ein Business hat der findige Geschäftsmann natürlich auch schon längst gegründet. Er nennt es „feed!it“ und darum geht es ja schließlich. In der Landwirtschaft ökologisch und nachhaltig zu bleiben, kein Plastik zu verwenden und ganz nebenbei noch ein leckeres Essen für die Tiere bereitzustellen. Wann das Produkt zur Marktreife gelangt, steht noch nicht fest, doch die ersten Erprobungsrunden haben überzeugt. Die Folie hält was sie verspricht und schützt ebenso gut, wie sie schmeckt.

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Aufmerksamkeit für Straßenbäume mit PLANTObelly

PLANTObelly ist ein automatisches System, mit dem die Bewässerungskapazität von Straßenbäumen überwacht werden kann. So sollen unsere Städte grüner werden. Das System funktioniert ganz einfach über das Smartphone und gibt die Möglichkeit schnell von Flüssigkeits- und Nährstoffmangel bei den Bäumen Kenntnis zu nehmen.

PLANTObelly. Ein professionelles Überwachungssystem des Feuchtigkeitszustandes von Stadtpflanzen, vor allem Bäume. Es sorgt dafür, dass die Begrünung funktioniert und kein Baum unter Nährstoffverlusten leidet. Die Funktionsweise: einfach und genial. In die Erde wird ein Sensor vergraben, der sich komplett autark kalibriert. Er arbeitet drei Jahre lang und benötigt dann eine neue Batterie. Der Sensor misst die Feuchtigkeit in der Erde und kann dabei Korrosions- und Elektrolyseeffekte ausschließen. Die gesammelten Daten schickt er eigenständig via drahtloser LoRa-Funktechnik an das Smartphone. Ist alles im grünen Bereich freuen sich die Gärtner. Gibt es ein Problem mit mangelnder Feuchtigkeit kann rechtzeitig eingegriffen werden, so dass die Bäume nicht leiden, selbst bei sommerlichen Temperaturen.

Smart-City kompatibel

Das System ist so klein und in der Erde vergraben auch vollkommen unsichtbar für Stadtbewohner. So ist es perfekt vor  Vandalismus und sonstigen Beschädigungen geschützt. Eine regelmäßige Wartung ist im Grunde nicht nötig, es sei denn die Batterie ist leer. In dem Fall ist der Ersatz sehr kostengünstig realisierbar. Damit die Stadt den Überblick über alle kleinen Sensoren behält, bekommt jeder eine eigene Kennung mit der er auf einem Stadtplan verzeichnet ist. So lässt sich genau benennen, auf welcher Straße und in welcher Ecke er sich befindet. Neben der Messung aller relevanten Bodendaten misst der Sensor zusätzlich die Wetterdaten. Auf dieser Basis lassen sich einfacher Entscheidungen fällen, ob es zum Beispiel notwendig wird, den Baum zu bewässern oder ob in den nächsten Stunden oder Tagen nicht ohnehin Regen fällt, der einem diese Aufgabe abnimmt.

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Mit Clever Farm effektiver wirtschaften

Um die Abläufe in landwirtschaftlichen Betrieben zu optimieren, könnten zukünftig auch Drohnen mit Clever Farm eingesetzt werden. Auf diese Weise könnten Daten gesammelt werden, um gezielt auf Veränderungen zu reagieren.

In vielen Bereichen ist künstliche Intelligenz bereits angekommen. Auch in Agrarunternehmen könnten die neuen Technologien viel bewirken und zu einer größeren Effizienz beitragen. Mit Hilfe von Drohnen könnten die Landwirte in Zukunft ihre Ackerflächen überwachen.

Daten sammeln für effizientere Arbeit

Das technische Startup Clever Farm bietet eine interessante Lösung an, um Agrarbetrieben zu einer größeren Effizienz in ihrer Arbeit zu verhelfen. Mit Hilfe von Drohnen sollen Daten zu den vorhandenen Ackerflächen gesammelt werden, die dann gezielt ausgewertet werden. So lassen sich tägliche Arbeiten genau planen. Außerdem kann auf festgestellte Veränderungen der Boden- und Witterungsverhältnisse schnell reagiert werden.

Die Lösung, die Clever Farm anbietet, ist mit verschiedenen Warn- und Hinweisfunktionen unterlegt. Sobald bestimmte Eigenschaften auf den Feldern auftreten, die die Entstehung von Krankheiten oder Schädlingsbefall begünstigen, warnt die Clever Farm Technik. Dadurch können die Landwirte blitzschnell reagieren und ihre Ernten schützen. Da alle 30 Minuten Daten an die Plattform gesendet werden, sind die Landwirte jederzeit mit den aktuellsten Informationen versorgt.

Auf Basis der übermittelten Daten können ohne weiteres Berichte für Behörden, Auswertungen und andere Dokumente erstellt werden. Hinzu kommt die umfangreiche Planungsfunktion. Auf diese Weise können Saatgut und Dünger akribisch geplant werden. Auch andere Tätigkeiten rund um den Landwirtschaftsbetrieb lassen sich mit Clever Farm genau dokumentieren und planen.

Expansion geplant

Das Startup Clever Farm hat bereits diverse Anfragen von internationalen Märkten bekommen. In den nächsten Jahren will sich das Unternehmen in Mitteleuropa und Amerika etablieren. Einen großen Pluspunkt bringt Clever Farm den Landwirten mit: Es bietet neben einer umfangreichen Komplettlösung auch modulare Elemente an, die nach Bedarf ausgewählt werden. Damit könnte die Arbeit in der Landwirtschaft zukünftig deutlich effizienter und ökologischer gestaltet werden.

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Professionelle Wetterstationen in der Landwirtschaft

Die Ernte ist das abschließende Ereignis eines jeden landwirtschaftlichen Betriebs, bevor sich der Zyklus der Agrarwirtschaft zu wiederholen beginnt. Das wichtigste Ziel besteht darin, die landwirtschaftlichen Produkte zum richtigen Zeitpunkt möglichst ertragreich zu ernten. Hierbei gibt es jedoch entsprechende Einflussgrößen, die den Umfang der Ernte schmälern oder begünstigen: Das Wetter.

Um sich im Vorfeld gegen etwaige Ernteschäden zu wappnen und eine Missernte zu vermeiden empfiehlt sich die Überlegung nach einer eigenen, unabhängigen Wetterstation. Das Klima spielt seit jeher eine tragende Rolle im Berufsfeld der Landwirte. Nicht umsonst haben sich im Volksmund die sogenannten Bauernregeln und- Weisheiten zur Wettervorhersage etabliert. Wer sich aber doch lieber auf Fakten und anschauliche Zahlen verlässt, um das Risiko einer Missernte zu minimieren dem ist mit einer autarken Wetteranlage sicherlich weitergeholfen.

Das Wetter im Blick

Die Nachfrage nach verlässlichen Wetterstationen ist in den letzten Jahren signifikant gestiegen. Dieser Engpass wurde von einigen Herstellern aufgegriffen. So gibt es speziell auf die Bedürfnisse der Landwirtschaft zugeschnittene Modelle. Diese professionell ausgearbeiteten Instrumente sind deshalb auch dementsprechend kostenintensiv.

Die Displayanzeigen liefern detaillierte Informationen zu Außentemperatur, Außenluftfeuchtigkeit und Luftdruck mit Tendenzangaben, weiterhin Daten zu Mondphasen, Datum und Uhrzeit, Sonnenauf- und -untergang. Hinzu kommen Innentemperatur, Innenluftfeuchtigkeit und ein frei belegbares Feld, zum Beispiel für den Hitzeindex, den Windchill oder den Taupunkt. Die Statistik für Niederschläge sind auf dem Display ebenso zu finden wie Lauftexte zu Vorhersagen (in Englisch) und weitere Infos zu den einzelnen Messwerten. Aufgrund dieser präzisen Wettervorhersage können Landwirte rasch und gleichzeitig gezielt reagieren. Warnung sprechen bei bevorstehendem Frost oder Sturm entsprechende Hinweise aus. Außerdem können verschiedene Höchst- und Tiefstwerte eingestellt werden. Die Niederschlagsmenge mit Datenspeicherung gibt aussagekräftige Informationen ob die Felder ausreichend bewässert wurden.

Für Interessenten außerhalb des landwirtschaftlichen Bereichs gibt es hier die nötigen Informationen.
https://www.garten-kayser.de/autarkte-wetterstation-fuer-den-garten/

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Obstbäume mit künstlicher Intelligenz schneiden lassen

Streuobstwiesen sind unrentabel und werden deshalb oft nicht ausreichend gepflegt. Für den Artenschutz haben sie jedoch eine enorme Bedeutung, denn mit ihrer Tier- und Pflanzenvielfalt gehören sie zu den wichtigsten Biotopen. Künstliche Intelligenz könnte ihren Erhalt sichern und sie gleichzeitig pflegen.

Klimaschutz ist auch Artenvielfalt. Umso wichtiger ist es, Streuobstwiesen zu erhalten. Diese werden oft nur mangelhaft gepflegt, da sich ihre Bewirtschaftung kaum lohnt. Vor allem der Baumschnitt kostet viel Zeit, ist aber unbedingt notwendig. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz könnte diese Tätigkeit vollautomatisch durchgeführt werden.

Streuobstwiesen als Lebensraum zahlreicher Pflanzen und Tiere

Der Zustand der Streuobstwiesen lässt oft zu wünschen übrig. Dies liegt vor allem daran, dass sich deren Bewirtschaftung in finanzieller Hinsicht absolut nicht lohnt. Für den Umweltschutz haben Streuobstwiesen aber eine sehr große Bedeutung. Sie bieten zahlreichen Arten einen idealen Lebensraum. Hier sind über 5.000 Pflanzen und Tiere zuhause.

Damit die Obstbäume gesund und kräftig bleiben, ist ein regelmäßiger Schnitt unbedingt notwendig. Bleibt dieser aus, können sie von Krankheiten befallen werden und allmählich absterben. Wer regelmäßig schneidet, erzielt auch höhere Ernteerträge. Da diese Tätigkeit sehr zeitintensiv ist und fachgerecht ausgeführt werden muss, wird sie auf vielen Streuobstwiesen gar nicht oder nur sehr unregelmäßig vorgenommen. Ein Projekt der Universität Hohenheim in Stuttgart tüftelt an einer interessanten Lösung für dieses Problem. Dabei setzen die Projektteilnehmer auf künstliche Intelligenz.

In naher Zukunft soll ein autonomer Roboter in der Lage sein, den Obstbaumschnitt nahezu selbstständig auszuführen. Mit einer derartigen Lösung könnte es gelingen, den allgemeinen Zustand der Streuobstwiesen deutlich zu verbessern und den wichtigen Bestand zu erhalten. Aktuell ist der Baumschnitt die einzige Pflegetätigkeit, die noch vollkommen manuell erledigt wird.

Ein eigens konstruierter Roboter, der mit einem zusätzlichen Schwenkarm versehen ist, soll zukünftig den Baumschnitt übernehmen. Dieser Arm besitzt spezielle Sensoren, die die gesamte Struktur des Baumes erkennen und dann den Schnitt koordinieren. Da es verschiedene Schnittarten gibt, hinterlegen die Entwickler mehrere Schnittmöglichkeiten, aus denen der Nutzer später wählen kann.

Mit der Entwicklung eines derartigen Roboters könnte ein wichtiger Schritt in Richtung Erhalt der Artenvielfalt getan werden. Aktuell sind noch einige Herausforderungen zu meistern, um den Roboter auf den Streuobstwiesen einzusetzen.

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