Obstbäume mit künstlicher Intelligenz schneiden lassen

Streuobstwiesen sind unrentabel und werden deshalb oft nicht ausreichend gepflegt. Für den Artenschutz haben sie jedoch eine enorme Bedeutung, denn mit ihrer Tier- und Pflanzenvielfalt gehören sie zu den wichtigsten Biotopen. Künstliche Intelligenz könnte ihren Erhalt sichern und sie gleichzeitig pflegen.

Klimaschutz ist auch Artenvielfalt. Umso wichtiger ist es, Streuobstwiesen zu erhalten. Diese werden oft nur mangelhaft gepflegt, da sich ihre Bewirtschaftung kaum lohnt. Vor allem der Baumschnitt kostet viel Zeit, ist aber unbedingt notwendig. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz könnte diese Tätigkeit vollautomatisch durchgeführt werden.

Streuobstwiesen als Lebensraum zahlreicher Pflanzen und Tiere

Der Zustand der Streuobstwiesen lässt oft zu wünschen übrig. Dies liegt vor allem daran, dass sich deren Bewirtschaftung in finanzieller Hinsicht absolut nicht lohnt. Für den Umweltschutz haben Streuobstwiesen aber eine sehr große Bedeutung. Sie bieten zahlreichen Arten einen idealen Lebensraum. Hier sind über 5.000 Pflanzen und Tiere zuhause.

Damit die Obstbäume gesund und kräftig bleiben, ist ein regelmäßiger Schnitt unbedingt notwendig. Bleibt dieser aus, können sie von Krankheiten befallen werden und allmählich absterben. Wer regelmäßig schneidet, erzielt auch höhere Ernteerträge. Da diese Tätigkeit sehr zeitintensiv ist und fachgerecht ausgeführt werden muss, wird sie auf vielen Streuobstwiesen gar nicht oder nur sehr unregelmäßig vorgenommen. Ein Projekt der Universität Hohenheim in Stuttgart tüftelt an einer interessanten Lösung für dieses Problem. Dabei setzen die Projektteilnehmer auf künstliche Intelligenz.

In naher Zukunft soll ein autonomer Roboter in der Lage sein, den Obstbaumschnitt nahezu selbstständig auszuführen. Mit einer derartigen Lösung könnte es gelingen, den allgemeinen Zustand der Streuobstwiesen deutlich zu verbessern und den wichtigen Bestand zu erhalten. Aktuell ist der Baumschnitt die einzige Pflegetätigkeit, die noch vollkommen manuell erledigt wird.

Ein eigens konstruierter Roboter, der mit einem zusätzlichen Schwenkarm versehen ist, soll zukünftig den Baumschnitt übernehmen. Dieser Arm besitzt spezielle Sensoren, die die gesamte Struktur des Baumes erkennen und dann den Schnitt koordinieren. Da es verschiedene Schnittarten gibt, hinterlegen die Entwickler mehrere Schnittmöglichkeiten, aus denen der Nutzer später wählen kann.

Mit der Entwicklung eines derartigen Roboters könnte ein wichtiger Schritt in Richtung Erhalt der Artenvielfalt getan werden. Aktuell sind noch einige Herausforderungen zu meistern, um den Roboter auf den Streuobstwiesen einzusetzen.

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Digitaler Agrarunternehmer werden mit Agrora

Agrarunternehmen erhalten derzeit eine neue Plattform, um ihre Abläufe zu verbessern und umweltfreundlicher zu handeln. Die Idee verbindet verschiedene Bereiche des Handels mit Agrarprodukten.

Agrora könnte eine neue Perspektive für Agrarunternehmer schaffen. Die Branche hat zu kämpfen. Sie könnte mit Hilfe von neuartigen Lösungen eine deutlich bessere Vernetzung und verbesserte Optionen zur Abwicklung des Handels bekommen.

Eine Plattform für alle

Hinter Agrora stehen kluge Köpfe mit Visionen. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Agrarhandel neu und deutlich effizienter zu gestalten. Auf einer einzigen Plattform soll es zukünftig möglich sein, den Handel von Agrarrohstoffen zu organisieren. Hier treffen Angebot und Nachfrage aufeinander. Die Plattform hält entsprechende Transportangebote bereit und trifft damit den Zahn der Zeit. Das Prinzip „alles aus einer Hand“ entspricht den Vorstellungen eines zeitgemäßen Systems.

Wer sich dafür entscheidet, digitaler Agrarunternehmer zu werden, profitiert von zahlreichen Vorteilen. Hinzu kommt der Faktor, dass deutlich umweltfreundlicher und kostengünstiger gehandelt werden kann. Innerhalb kürzester Zeit sind die Inserate auf Agrora geschaltet. Alle Unternehmen, die freigegeben sind, wurden geprüft. Die eigenen Konditionen lassen sich bequem vermerken, sodass nur Handelspartner zusammenkommen, die dieselben Interessen verfolgen. Frachtkosten lassen sich unkompliziert vorab kalkulieren. Da die vereinbarten Frachtkosten später verbindlich sind, kann es keine unvorhersehbaren Risiken geben.

Der digitale Marktplatz für Agrarunternehmer ist sehr benutzerfreundlich gestaltet. Eine umfassende Einführung entfällt dadurch. Die Bedienung erfolgt rein intuitiv durch eine entsprechende Benutzeroberfläche. Wer dennoch Unterstützung bei seiner Umstellung auf digitalen Agrarhandel benötigt, findet diese im integrierten Support.

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FarmInsect produziert Insekten als Futtermittel für Nutztiere

Eine zuverlässige alternative Proteinquelle bilden Insekten. Während diese in asiatischen Ländern längst auf dem Speiseplan stehen, tun sich die Menschen hierzulande schwer damit. Zumindest den Nutztieren sollen sie jetzt zugute kommen.

FarmInsect ist eine Firma die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Futterkreislauf zugunsten der Umwelt zu schließen und das tun sie mithilfe von Insekten. Diese sind eine gute Quelle für lebenswichtige Proteine und damit wichtig für die Gesundheit und Aufzucht von Nutztieren. Deshalb entwickelt das Unternehmen neuerdings Farmen auf denen Insekten nicht nur gezüchtet, sondern auch entsprechend weiterverarbeitet werden, um dann im Viehfutter zu landen. Dort ersetzen sie die teilweise als schädlich eingestuften Bestandteile im Standardfutter durch eine natürliche Proteinquelle. Das Futtermittel ist mittlerweile nicht nur für Kühe und Pferde, sondern auch für das liebe Federvieh erhältlich. Es soll schon in wenigen Jahren den Markt dominieren und so sicherstellen, dass die Tiere nur bestes Futter aus umweltgerechten Nachzuchten erhalten. Und bei FarmInsect hat man noch viel mehr vor.

Ein Projekt mit Zukunft

Das Unternehmen ist in ein großes Partnernetzwerk eingebunden. Ständig ist man damit beschäftigt, neue Proteinquellen zu entwickeln und diese auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen. Bereits seit dem Start der Entwicklung des Projekts wird FarmInsect wissenschaftlich unterstützt und zwar an der Technischen Universität München. Dort befindet sich auch die erste Pilotanlage ihrer Art. Und das Projekt scheint erfolgreich anzulaufen, denn bereits kurz nach der Gründung im Jahr 2019 gab es den ersten Preis im TUM Startup Booster Grants Kontest. Seit 2020 gehört FarmInsect zum sogenannten LMU EC Accelerator Programm. Seit April des letzten Jahres erhält das Projekt Fördergelder vom Bayrischen Landwirtschaftsministerium. Auch hier glaubt man fest an den Erfolg der Insekten und daran, dass sich durch ihre Züchtung ein Futterkreislauf schließen lässt. Und das natürlich zum Wohle der Umwelt und für eine bessere Versorgung der Nutztiere.

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embauerment: Plattform für nachhaltige Landwirtschaft

Die Landwirtschaft steht vor einem entscheidenden Wendepunkt. Immer mehr Betriebe stellen im Sinne der Umwelt auf ökologische Landwirtschaft um. Um diese zu unterstützen, bietet Embauerment die ideale Plattform.

Nachhaltigkeit spielt eine immer wichtigere Rolle in der Landwirtschaft. Es geht darum, die Artenvielfalt zu retten und die Natur zu entlasten. Dass eine Umstellung der Landwirtschaftsbetriebe häufig mit großem Aufwand verbunden ist, wissen die Gründer von Embauerment und wollen helfen.

Hilfe, die bei den Landwirten ankommt

Hinter der Gründung von embauerment steht die Idee, nachhaltige Landwirtschaft gezielt zu unterstützen. Sobald ein Betrieb bereit ist, auf ökologische Landwirtschaft umzustellen, kommen enorme Kosten auf ihn zu. Auf der Plattform embauerment kann sich jeder Biohof präsentieren und für sich werben. Dadurch wird die Aufmerksamkeit der Verbraucher geweckt, die sich mit einem bestimmten Betrag an der Finanzierung der Umstellung beteiligen können. Dafür erhalten sie ein Dankeschön in Form von Lebensmitteln, die auf „ihrem“ Hof produziert werden oder andere Anreize.

Mit diesem Projekt schlagen die Gründer Reenie und Sinjo zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits werden die effektiven Kosten für die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft reduziert. Und andererseits wird die Direktvermarktung der Bio-Produkte vorangetrieben. Die Verbraucher finden auf embauerment Bio-Höfe in ihrer Nähe und können so auch vor Ort einkaufen. Damit unterstützen sie die Höfe direkt und tun der Umwelt Gutes.

In Zeiten von Lebensmittelverschwendung und Artensterben ist es umso wichtiger, geeignete Maßnahmen zu unterstützen, die dieses aufhalten und vielleicht sogar verhindern können. Auch Betriebe, die noch nicht umgestellt haben, können embauerment als eine Art Crowdfunding-Plattform für ihre Zwecke nutzen. Sie können Geld sammeln, um ihren Hof ebenfalls nachhaltig zu gestalten und den Betrieb ökologisch umzustellen. So erhalten die Landwirte die Möglichkeit, von den Erfahrungen anderer Betriebe zu profitieren und sich gegenseitig auf dem Weg der Umstellung zu unterstützen. Und die Verbraucher haben die Chance, ihren Beitrag zu leisten, um nachhaltige Landwirtschaft zu fördern. Nur gemeinsam kann es gelingen, die Umwelt langfristig zu entlasten.

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Vielseitige Ackerbohne: Lebens- und Futtermittel in Einem

Die Ackerbohne wurde lange Jahre unterschätzt. Dies soll sich nun ändern. Der enorme Eiweißgehalt soll endlich auch für die menschliche Ernährung nutzbar gemacht werden. Bislang beschränkt sich das Einsatzgebiet der Pflanze ausschließlich darauf, als Futtermittel zu dienen.
Wissenschaftler wollen die positiven Eigenschaften der Ackerbohne auch für die menschliche Ernährung nutzen. Während die Pflanze bislang ausschließlich als Futterpflanze zum Einsatz kam, könnte sie schon bald als wertvolle Eiweißquelle für den Menschen dienen.

Hülsenfrüchte als Proteinquelle

Im Laufe der vergangenen Jahre haben die heimischen Hülsenfrüchte an Popularität gewonnen. Nachhaltig angebaut werden sie in vielen Naturkostläden angeboten. Sie finden sich in den verschiedensten Nahrungsmitteln wieder und ersetzen häufig andere Zutaten. Auch die Ackerbohne hat das Potenzial, als Proteinquelle zu einem wichtigen Bestandteil der täglichen Ernährung zu werden. Bislang kommt sie vor allem als Futterpflanze zum Einsatz.
Wissenschaftler haben sie als wichtigen Eiweißlieferanten ausgemacht und wollen der Ackerbohne nun zu ihrem wohlverdienten Ansehen verhelfen. Das aus den Samen gewonnene Eiweiß punktet mit einigen interessanten Eigenschaften. Es ist beinahe geschmacksneutral und gut löslich. Außerdem ist es in der Lage, Wasser oder Öl zu binden.
Forscher des Fraunhofer Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung arbeiten aktuell an einem sehr spannenden Forschungsauftrag. Dieser trägt den Namen „QualiFabaBean“. Sie wollen die wertvollen Inhaltsstoffe der Ackerbohne so nutzen, dass aus ihnen Mehle und Proteinkonzentrate entstehen. Die hochwertigen Inhaltsstoffe sollen so separiert werden, dass das typische grasig-bohnige Aroma deaktiviert wird. Nur so können zukünftig Lebensmittelzutaten entstehen, die sich durch einen hohen Nährstoffgehalt auszeichnen.
Obwohl erste Ergebnisse sind bereits erfolgversprechend. Allerdings muss noch ein Verfahren entwickelt werden, das die unerwünschten Inhaltsstoffe sicher aus den Samen der Ackerbohne entfernt. Erst danach wird es möglich sein, die entstandenen Lebensmittelzutaten an verschiedenen Lebensmitteln zu testen.

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Neue EU Öko Verordnung erst im Jahr 2022

Die EU-Kommission hat die Einführung der neuen EU Öko Verordnung um ein Jahr nach hinten verschoben und will diese jetzt erst am 1. Januar 2022 einführen. Diese Entscheidung stößt unter den Mitgliedstaaten und beim Europäischen Parlament auf große Zustimmung.

Ein Jahr länger soll es nun also dauern, ehe die neue EU Öko Verordnung offiziell in Kraft tritt. Statt 1. Januar 2021 haben alle Beteiligten nun also ein neues Datum vor Augen: 1. Januar 2022. Damit unterstützt die EU-Kommission den Wunsch der Mitgliedstaaten, sowie anderen Interessenträgern und Drittländern nach einem Aufschub der Verordnung. Das gibt den Ländern mehr Zeit, auf die Forderungen angemessen zu reagieren und speziell den Agrarsektor entsprechend umzurüsten. Der größte Teil der neuen Öko-Forderungen betrifft nämlich die Strategie „Vom Hof auf den Tisch“, wie EU-Kommissar Janusz Wojciechowski erklärt. Demnach sollen die ehrgeizigen Ziele im grünen Deal dazu führen, für mehr Biodiversität zu sorgen, den Schutz für eine ökologische Vielfalt zu garantieren und deshalb langfristig ökologische Landwirtschaft in den Fokus der Aufgaben zu stellen. Dazu braucht es einen geeigneten politischen und rechtlichen Rahmen, der die Umsetzung unterstützt und diese voranbringt. Ziel soll es sein, die ökologische Landwirtschaft flächenmäßig auszubauen, und zwar bis auf 25 Prozent nach oben bis zum Jahr 2030. Ein großes Unterfangen, denn noch ist das Thema nicht überall auf der Agenda und die Umsetzung ist kompliziert und teuer für die EU-Länder.

Ein kurzer Aufschub mit großen Folgen

Damit steigt der Druck, wenngleich die EU-Kommission zugesagt hat, die Länder entsprechend zu unterstützen und Arbeitspapiere vorzulegen nach denen vorzugehen ist. Eine Art Schritt für Schritt Aktionsplan. Nun also gibt es erstmal ein Durchatmen, trotzdem sollen erste Änderungen natürlich schon jetzt vollzogen werden hin zu einer ökologisch verträglicheren Landwirtschaft, denn auch die Verbraucher fordern Qualität und Umweltverträglichkeit. Deutschland gilt schon jetzt als Vorreiter in dieser Position, denn hier steigen die ökologisch genutzten Landwirtschaftsflächen schon jetzt Jahr für Jahr an. Andere sind da noch nicht so weit….

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Steht die konventionelle Landwirtschaft vor dem Aus?

Nachweislich erwirtschaften Bio-Landwirtschaftsbetriebe höhere Erträge als konventionelle Landwirtschaftsbetriebe. War es das also für die konventionelle Landwirtschaft oder gibt es noch einen anderen Weg?

Laut Plänen der Bundesregierung soll die Fläche für ökologische Landwirtschaft in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Und die Zahlen geben ihr Recht, denn tatsächlich haben ökologisch geführte Landwirtschaftsbetriebe in Sachen Verdienst die Nase vorn. Wie sich das genau in Zahlen ausdrückt, das hat für das Wirtschaftsjahr 2018/2019 das Thünen-Netzwerk festgehalten. Demnach konnten die Betriebe ein durchschnittliches Einkommen in Höhe von 37.447 Euro erwirtschaften. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr zwar einem Rückgang um 6 Prozent. Allerdings ist der Ertrag immer noch höher als der der konventionell geführten Landwirtschaftsbetriebe. Die konnten sich demnach nur über ein Einkommen von 27.453 Euro freuen. Jeweils bezogen auf den reinen Gewinn. Das macht ein Minus von satten 17 Prozent aus gegenüber des Vorjahres. Der Grund ist bei dieser Erhebung wohl hauptsächlich in dem ertragsarmen Sommer zu finden, in dem die Hitze große Teile der Ernte zerstört hat. Trotzdem geben die Zahlen zu denken, denn in den Segmenten gibt es erhebliche Gewinnunterschiede. Sehr zum Nachteil der konventionellen Betriebe.

Bleiben konventionell geführte Betriebe trotzdem krisensicher?

Da stellt sich die Frage, ob es sich für diese Betriebe lohnt, hin zur ökologischen Landwirtschaft umzustellen? Das lässt sich nicht eindeutig beantworten, denn so eine Umstellung kostet ebenfalls viel Geld. Helfen würde es schon, wenn bei der nächsten Ernte das Wetter mitspielt und die Preise für Milch nicht weiter in den Keller fallen. Auch die steigenden Kosten für Futtermittel sind für viele Betriebe nur noch schwer zu schultern. Es bleibt deshalb abzuwarten, wie sich die Zahlen in den kommenden Jahren entwickeln werden. Schon jetzt steht fest, dass sich wohl nicht alle Landwirtschaftsbetriebe von der Krise erholen. Vor allem deshalb nicht, weil durch Corona schon die nächste Krise mitten in der Tür steht.

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Machen Lebensmittel mit einer guten Klimabilanz ein gutes Gewissen?

Seit Jahren schon fordern Umweltaktivisten die Kennzeichnung von Lebensmitteln hinsichtlilch ihrer Klimabilanz. Was das bringt, was das kostet und wann es kommen soll, dazu jetzt mehr.

Wer das Münchner Infineon-Restaurant besucht, der bekommt eine ganz besondere Speisekarte gereicht. Auf der sind nicht nur leckere Speisen und Getränke aufgelistet, sondern auch deren Klimabilanz. Was das bringt? Es zeigt dem Verbraucher, wie klimaneutral das Essen auf dem Teller ist. Wie viele Treibhausgase bei Gewinnung, Verarbeitung und Entsorgung aufgebracht werden müssen und was das für unser Klima bedeutet. Fakt ist, Veganer leben wesentlich klimafreundlicher als Fleischesser. Bei Anbau und Verarbeitung ihres Essens wird das Klima zu 80 Prozent weniger belastet als das bei der Aufzucht von Tieren der Fall ist. Das liegt vor allem an deren Ausscheidungen, aber auch an der Schlachtung selbst, dem Transport und vielen weiteren Kriterien bis das Steak endlich auf dem Teller in einem guten Restaurant angekommen ist. Und das Problem wird sich noch verschärfen, sind sich Umweltexperten sicher.

Mehr Nahrungsbedarf führt zu größerer Klimabelastung

Aufgrund der Bevölkerungsexplosion wird sich der Bedarf an Nahrungsmitteln bis zum Jahr 2025 nahezu verdoppeln. Das ist nicht nur eine Herausforderung an die Produktion und den Anbau von Lebensmitteln allgemein, es ist auch für das Klima eine ungeheure Belastung. Die bewusste Auseinandersetzung damit und die Information darüber soll helfen, den Kreislauf des Essens hin zu etwas Positivem zu wandeln. Jeder Mensch entscheidet sich schließlich jeden Tag aufs Neue, was er essen will und was eben nicht. Alternativen müssen her, dürfen her und sind jetzt schon bei einigen Verbrauchern durchaus gewünscht. Schwierig bleibt die Umsetzung, denn eine solche Kennzeichnung bei allen Lebensmitteln, die der Verbraucher täglich konsumiert ist für die Lebensmittelhersteller ein großer Kraftaufwand. Deshalb bleibt fraglich, wie und wann sich die Forderungen überhaupt umsetzen lassen. Eine gute Idee wäre das allemal und es gibt ja bereits erste Ansätze, wie es funktionieren kann.

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So funktioniert Finanzierung in der Landwirtschaft heute

Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe sind darauf angewiesen, Formen der Finanzierung in Anspruch zu nehmen. Dabei wächst das Interesse an Alternativen zu den herkömmlichen Finanzierungsmodellen.

Wer einen landwirtschaftlichen Betrieb sein Eigen nennt, weiß genau, wie schwer es sein kann, ausreichende Reserven zu erwirtschaften. Oft kommen die Landwirte nicht umhin, bei ihren Banken eine Finanzierung zu beantragen, speziell dann, wenn es um Expansion oder Investitionen geht. Dabei gibt es einige interessante Alternativen zum Bankkredit.

Unterstützung für Landwirte

Das Online-Portal biofinanz.info hat es sich zur Aufgabe gemacht, Landwirte über alternative Möglichkeiten zur Finanzierung zu informieren. Die Benutzung der Plattform ist kinderleicht. Der Landwirt gibt seine Wünsche so genau wie möglich ein und erhält einige Vorschläge von interessanten Methoden, mit denen er seine Vorstellungen umsetzen könnte. Es wird differenziert zwischen langfristigen und kurzfristigen Finanzierungsformen. Außerdem spielt natürlich die Höhe des benötigten Darlehens eine wichtige Rolle. Es werden mehrere Finanzierungsformen vorgestellt, die mit all ihren Stärken und Schwächen genau analysiert werden. Selbstverständlich ersetzt das Online-Portal eine professionelle Finanzberatung kaum, liefert aber jede Menge Input und tolle Ideen, um die gesetzten Ziele zu erreichen.

So kann eine besondere Art der Finanzierung mit Hilfe von Tierleasing umgesetzt werden. Allerdings hilft diese Form nur kleineren Betrieben weiter, die nicht innerhalb von kurzer Zeit auf einen größeren Betrag angewiesen sind. Die Bildung von Genossenschaften oder Aktiengesellschaften wird schon seit vielen Jahren als Form der Finanzierung genutzt. Hierbei werden finanzkräftige Partner gesucht, die dem Betrieb durch Investitionen unter die Arme greifen, dafür aber an den Gewinnen beteiligt werden. Eine ganz andere Möglichkeit ist das Crowdfunding. Auf einer eigens dafür vorgesehenen Plattform können die Landwirte ihr Projekt vorstellen und Interessierte gewinnen, die sich mit kleinen Beträgen an dessen Umsetzung beteiligen. Dafür erhalten sie kleine Aufmerksamkeiten als Dankeschön.

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Ist Bio-Landwirtschaft schädlich für das Klima?

Überall häuft sich die Forderung nach Biolandwirtschaft und auch hierzulande steigen mehr und mehr Bauern auf ökologischen Anbau um. Das lohnt sich, nicht nur für das Klima, sondern auch für den Geldbeutel. Trotzdem wäre ausschließlicher Bio-Anbau schädlich, meinen englische Forscher.

In England und Wales haben Forscher untersucht, wie gut Bio-Landwirtschaft tatsächlich für die Umwelt ist. Und dabei kamen sie zu einem erstaunlichen Ergebnis. Zwar sei Bio-Landwirtschaft für die Böden wesentlich besser als normale Landwirtschaft, allerdings mit Einschränkungen. Auf diese Weise könnte nämlich weniger angebaut werden, das was da ist muss aber für alle Menschen reichen. Die eingesparten Treibhausgase müssten also umgerechnet werden und zwar auf die Einfuhr von frischen Lebensmitteln aus den Ländern, die nicht auf Bio-Landwirtschaft setzen. Lange Transportwege und der umweltschädlichere Anbau in anderen Exportländern wäre dementsprechend kein Gewinn für den Umweltschutz. Somit würde sich der Nutzen für das Klima quasi relativieren, ja sogar im schlimmsten Fall umkehren.

Nach Umweltschutz bald ein Ernährungsproblem?

Ein Problem was sich höchstens durch zwei Szenarien ändern ließe. Zum Einen müssten die Verbraucher viel weniger Fleisch konsumieren. Somit wäre mehr Anbaufläche frei, auf der dann statt Tierfutter anderes Getreide und Gemüse angebaut werden könnten. Dieses Verhalten würde eine Umstellung auf reinen Biolandbau vielleicht sogar möglich machen. Zum Anderen müsste sich der Konsument aber auch grundsätzlich darauf einstellen, gezielter einzukaufen und die wertvoll angebauten Lebensmittel auch wirklich zu verbrauchen. Landet weniger auf dem Müll, bleibt unterm Strich auch mehr übrig. In dieser Rechnung käme es auf jeden Einzelnen an. Deshalb schon allein käme es derzeit kaum in Frage, sämtliche landwirtschaftliche Betriebe entsprechend umzurüsten und ausschließlich auf Bio-Anbau zu setzen. Zu groß sei dabei die Gefahr, die Bevölkerung nicht ausreichend ernähren zu können.

Trotzdem, so die Forscher die an der Modellstudie beteiligt sind, kann es nützlich sein, zumindest einen großen Bereich der heutigen Ackerflächen für nachhaltigen Anbau zu nutzen, dadurch die Böden zu entlasten und einen möglichst hohen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

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